Review : FlyTampa Amsterdam Shiphol EHAM

Tulpen aus Amsterdam, Blumen für FlyTampa

In Kürze die Fakten des Originals :

der Flughafen Amsterdam Shiphol verfügt über sechs Start- und Landebahnen. Das Hauptterminal ist unterteilt in drei Abflughallen. Im Jahre 2015 wurden von hier aus ca. 58 Millionen Passagiere in alle Welt geflogen. Der Flughafen ist damit,  gemessen am Passagieraufkommen, in der Rangliste der größten Flughäfen der Welt an 14. Stelle. Mit über 1,6 Millionen Tonnen Fracht kann er sich den 16. Platz der größten Luftfrachtdrehkreuze weltweit holen. Man findet hier außer den obligatorischen KLM-Maschinen auch Martinair, Transavia, Delta Airlines, EasyJet und weitere bekannte Airlines, die hier ein Drehkreuz am Flughafen Schiphol betreiben.

. . . und die Fakten der Scenery von FlyTampa :

Amsterdam-Schiphol ist für 33,32 € bei  SimMarket erhältlich und für 28,00 € + Steuer auf der FlyTampa Website. Dafür gibt es einen Download mit 2,1 GB. Nach Autorisierung mittels Anmeldecode und Seriennummer kann die Installation vorgenommen werden, die recht zügig vonstatten geht. Wie bei FlyTampa üblich, finden sich nicht nur die Szenerie, sondern auch noch ein Manual mit den Einstellungshinweisen und das Konfigurationstool „FlyTampa Configurator“ im Installationslaufwerk.

Die wahre Größe

Aus der Vogelperspektive kann man mit Wintereinstellung kaum erkennen, wie großflächig das Addon wirklich ist. Kleiner Trick: da uns FlyTampa der Scenery auch eine komplette Schneelandschaft mit zur Auswahl gegeben hat, wählen wir diese aus. Den Rest der Welt auf Sommer stellen, dann tritt die wahre Größe des Addons hervor. Sehr schön zu sehen ist dies auf dem rechten Bild.

Das Terminal

Sehen wir uns einmal das Terminal näher an. Im Prinzip ist es ja das Gebäude, das für uns Flieger am wichtigsten ist. Hier kommen wir nach langem Flug am Jetway an und entlassen die Passagiere. Neue Fluggäste steigen ein, hier machen wir die Maschine startklar – noch der Pushback und wir sind wieder weg. Diesem Gebäudekomplex sollten wir unsere besondere Aufmerksamkeit widmen.

Begeben wir uns aber zunächst auf die Besucherterrasse. Da steht doch tatsächlich eine waschechte Fokker. Papierkörbe, Cafétische, Sonnenschirme und Tafeln. Es wurde an alles gedacht, sämtliche Gegenstände sind als 3D-Modelle dargestellt.

Sehr schön umgesetzt : Münzfernrohre stehen für Besucher bereit und wir werden sehen, was FlyTampa aus Amsterdam-Shiphol herausholen konnte.

Die Jetways und Passagierbrücken sind doch einmal richtige Blickfänge. Fein detailliert und mit sehr schönen Texturen versehen, ist es eine Wonne, den Blick über die gut besetzten Parkpositionen schweifen zu lassen (Einstellung AI-Verkehr : 50% ).

Aus jeder Perspektive toll anzusehen – und jeder Flieger steht passend. Parkpositionen für die AI-Flieger sind korrekt eingepflegt.

Texturen, Details und die Feinheiten

Deutlich sieht man auch die Texturen am Boden mit feinen Linien, Abriebspuren der Reifen, Ölpfützen und Schmutz. Leider wiederholen sich diese zu oft. Man muss jedoch schon genau hin sehen, um dies zu bemerken.

 

Wie akurat Details umgesetzt sind, kann man hier erkennen. Beachtenswert die winzigen Tafeln, Schalter und Schmutzspuren an den Betonsäulen. Hervorragend gestaltet sind auch die Fahrwerke der Fahrgastbrücken. Diese sind mit STRG-J benutzbar, SODE-Jetways gibt es leider nicht.

Das Umfeld

Auch hier wurde an Details und vollständiger Umsetzung der Gebäude mit feinsten Texturen nicht gespart. Lediglich die unscharfen Bodentexturen zwischen den Zubringerstrassen und den Gebäudekomplexen sowie auf den Strassen fallen unschön auf. Schade.

Blick von der anderen Seite über das Hauptgebäude hinweg auf das Flugfeld. Links das Besucherdeck, mittig der Tower und rechts dann die Besucherparkplätze. Diese sind in der Grundkonfiguration recht wenig belegt. Mittels des Scenery-Configurators lassen sich aber wesentlich mehr Autos darstellen. Dabei muss man jedoch mit leichten Performanceeinbrüchen rechnen. Dazu später mehr.

Gigantisch auch die Zubringer und Autobahnen. Kreuz und quer und drunter und drüber. Nein, ganz so schlimm ist es nicht, denn auch hier hat FlyTampa ganze Arbeit geleistet mit Brücken und Über- oder Unterführungen der Strassen, fein ausgearbeitet und modelliert in 3D.

Nebengebäude

Nicht Nebensache. Sondern genauso mit Liebe zum Detail gearbeitet wie die Terminals. Man sehe sich nur mal die Gebäude oberhalb des „Shiphol Boulevard“ an. Dort beheimatet sind das „Sheraton Amsterdam Hotel“ sowie das „WTC Schiphol Business & Conference Center“. Rechts davon der imposante Bau des Hilton mit seinem Glasdach. Aus den meisten Zimmern des Hotels hat man einen traumhaften Ausblick auf das Rollfeld und das Geschehen bei Starts und Landungen.

Shopping. Ja auch an das wurde gedacht. Der Eingang des Shiphol Plaza, in dem es fast alles gibt, was das Shopper-Herz begehrt. Leider ist im Innenbereich Schluss mit Details. Geschäfte, Büros und Café s kann man in den Gebäuden nicht finden. Aber uns Flieger ist doch das Äußere sowieso lieber. Wir müssen an die Frames denken. Gerade bei so einem Projekt äußerst wichtig.

 

Abseits des Trubels . . .

finden sich weitere Highlights wie z.Bsp. diverse bekannte Firmen, die hier ansässig sind und ihre Fracht über den Airport abfertigen oder das Tanklager.

Amsterdam-Shiphol bei Nacht

Es gibt nichts auszusetzen. Die Beleuchtung ist sehr gut gelungen. Lichtkegel erhellen sauber platziert das Vorfeld , Flutlichtstrahler und Lampen beleuchten die Parkpositionen und Jetways mit absolut stimmiger Helligkeit. Strassenlaternen sorgen für gute Lichtverhältnisse auf den Zubringern und auch Tafeln und Hinweisschilder leuchten sehr natürlich. Klasse gemacht.

Meisterlich gelungen. An den Rollbahnen und Taxiways wurden sehr detaillierte Lampen gesetzt, die herrliche Lichtkegel auf den Boden zaubern. Die Beleuchtung der Start- und Landebahnen ist perfekt. Nicht zu hell und nicht zu dunkel. Einfach phantastisch, bei Nacht einen Anflug auf diesen Airport durchzuführen.

Performance

An dieser Stelle sollte ich mal die Frames ansprechen. Getestet wurde mit einer A2A Piper 180. Damit konnte ich nach der Installation mit den Grundwerten 35-40 FPS locker halten.

Sobald aber alle Details mittels Scenery-Configurator auf max. gestellt waren, sanken die Frames auf 25-30 FPS.

Dann der Test. Mit der PMDG 737-800NG ergab dann nur noch eine Rate von 15-18 FPS.

Der weitere Test mit den bei FlyTampa erhältlichen HI-TEX Texturen führte leider zu einem OOM (Out of Memory)-Crash. Darauf wird aber bei Installation des Paketes expliziet hingewiesen.

Bei der Installation des LITETEX-Paketes konnte dann auch mit der PMDG 737 eine Framerate von 25-30 FPS erreicht werden. Um den Ursprungszustand wieder zu erreichen ist allerdings eine Re-Installation nötig.

Land in Sicht

. . . soweit das Auge reicht. Bei sehr, sehr vielen Airport-Addons bekommt man für das gleiche Geld gerade mal das Flugfeld und die Terminals mit ein paar Nebengebäuden. Bei FlyTampas Amsterdam-Shiphol bekommt man enorm viel Umfeld (siehe erste Bilder). Wieviel das ist, sieht man, wenn man den Blick über die Landebahnen hinweg schweifen läßt. Noch besser, man macht einen Rundflug. Nicht nur einen Hauptteil der Altstadt Amsterdams wurde umgesetzt, auch die großen Ländereien rund um den Flugplatz incl. Tulpenfelder im Frühling. Zwar fehlen einige größere Gebäude in der Innenstadt, jedoch der Anflug ist ein Genuss. Unzählige Häuschen wurden gesetzt, Bäume an markanten Grünflächen gepflanzt.

Nachschüsse

Hochmodern gestaltet das Gate F.

Und das Letzte, weil´s so schön ist und man nicht aufhören kann, Bilder zu schießen.

Fazit

FlyTampa hat mit dieser Scenery gezeigt, wie´s geht. Akkurat umgesetzte Details, stimmige Großflughafenatmosphäre, feine Texturen an den Gebäuden, herrliche 3D-Modelle von Utensilien und Fahrzeugen. Fast riesig anmutende Flächen im Umland und sehr natürliche Beleuchtung in der Nacht.

Die Performance ist für diese Detailfülle bei Grundeinstellungen sehr sehr gut. FlyTampa läßt einem sehr viele Möglichkeiten durch den Configurator, mit dem kann jeder selbst entscheiden, wie weit er mit den einzelnen Reglern auf Maximum gehen kann. Selbst für etwas schwächere PC-Systeme läßt sich so eine Einstellung finden, die befriedigende Detailfülle zeigt.

Alles in allem : eine Scenery, die jeden Cent wert ist und hiermit wird eine klare Kaufempfehlung ausgesprochen.

Zum Schluß noch zu erwähnen wäre das Testsystem :

  • Intel I7-4790K mit 4,5 Ghz getaktet
  • Geforce GTX 970
  • Windows 10  64Bit
  • Prepar 3D 3.4

 

Richard Leiner (Zebulon1957)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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