Review: ORBX Port Macquarie Airport, der regionale Flughafen

Auch in dieser Ausgabe geht es wieder nach Down Under, doch diesmal nicht in eine der Großstädte, sondern in das eher überschaubare Urlaubsparadies Port Macquarie. Das 39.000- Einwohnerstädchen im Bundesstaat New South Wales an der Ostküste Australiens besitzt neben feinster Sandstrände und türkis-blauem Wasser, auch einen Regionalairport, den Port Macquarie Airport. In Sachen Flugsimulation ist es nun schon die 3. Umsetzung des Flughafens, natürlich wieder aus dem Hause ORBX. Ob es sich lohnt V3 des Flugplatzes für den FSX zu kaufen werden wir bald sehen.

Kauf und Installation des Airports verlaufen wie gewohnt. Doch diesmal muss man nur noch 23,95 Australische Dollar bei flightsimstore.com hinlegen, es handelt sich ja um einen doch wesentlich kleineren Flughafen, als in den vorherigen Ausgaben. Nach Abschluss der Bezahlung lässt sich der knapp 350 MB große Installer auf die lokale Festplatte herunterladen. Vor der Installation prüft der FlightsimStore-Wrapper noch die Korrektheit der Lizenz, wofür ein PC mit einer aktiven Internetaktivierung benötigt wird.

Danach beginnt die Routine mit dem Kopieren der Szenerie-Dateien, welche neben den zahlreichen Autogenobjekten auch wieder ein hochauflösendes Luftbild enthalten. Das Areal des Flugplatzes ist mit 15 cm/Pixel, das weitläufige Stadtgebiet mit 60 cm/Pixel aufgelöst, was qualitativ völlig ausreicht. Der Port Macquarie Airport liegt am Rande der kleinen Hafenstadt, reale Flugverbindungen bestehen hauptsächlich mit dem nördlich gelegenen Flughafen von Coffs Harbour, von welchem aus wir für dieses Review für einen kurzen Flug starten werden.

… Langsam nähern wir uns mit unserer Maschine über die weiten Sandstrände und Küstengebiete der Stadt. Langsam tauchen immer mehr Jachten unter uns auf, die in Richtung der Einmündung des Hafens fahren. ORBX hat hier regelrechte Glanzarbeit geleistet, die Atmosphäre wirkt besonders im Zusammenspiel mit den Wassertexturen von RealEnviromentXtreme faszinierend, fast so als säße man in einer echten Maschine. Das Stadtgebiet ist übersät mit Autogenobjekten, die die Performance kaum beeinflussen. Kein Wunder, denn die Programmierer geben im Handbuch wie üblich wieder zahlreiche Tipps und Empfehlungen für Anpassungen in den Einstellungen von FSX und der Szenerie.

Im weiteren Verlauf des Anfluges bauen wir immer weiter an Höhe ab und überfliegen einen Stadtteil mit einer eher selteneren Bauart. Die großen Villen und Häuser sind hier nicht wie sonst üblich mit normalen Straßen verbunden, über die die meist betuchteren Anwohner mit ihren Sportwagen flitzen können, sondern hier wurden gleich Wasserstraßen angelegt. Das eigene Boot einsatzbereit im Vorgarten, keine schlechte Idee.

Nach dem Endteil setzt unsere Katana etwas holprig auf der kurzen Asphaltpiste des Flugplatzes auf. Sofort sticht das 3D-Gras links und rechts neben der Runway ins Auge, so muss ein Regionalairport aussehen! Nachdem wir unsere auf der Wendeplatte am Ende der Bahn gedreht und den Rückweg in Richtung Terminal angetreten haben, biegen wir nun nach links zum General Aviation Bereich ab. Kaum ist der Motor abgestellt, hört man Vogelgezwitscher und allerhand Hintergrundgeräusche, wie startende Flugzeuge. Das ist Teil der neuen Soundkulisse in den ORBX Add-ons, die neben TextureFlow und PeopleFlow ein noch besseres, realistischeres Fluggefühl vermitteln soll.

Die Performance ist wie immer gut. Trotz der hohen Anzahl an Autogenobjekten und der hochauflösenden Texturen läuft der FSX konstant mit 25 Frames, auf einem System der oberen Mittelklasse. Die richtigen Einstellungen gemäß Handbuch zu setzen ist hier essentiell wichtig, sonst wird man meistens Probleme mit der Bildwiederholungsrate bekommen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ORBX die Reihe der hochqualitative Australien-Airports mit Port Macqaurie in immer besserer Qualität fortsetzt, was angesichts der überragenden Produkte aus den vorherigen Ausgaben fast unmöglich scheint. Klare Kaufempfehlung, für alle virtuellen Piloten, die trüben Tagen entfliehen und ein bisschen Urlaubsfeeling schnuppern möchten.

Florian Schlund

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