Mega Airport München X

Lange haben wir darauf gewartet, wir wurden immer wieder mir Screens gefüttert, die uns das Wasser im Munde zusammen laufen ließen. Jetzt ist es aber soweit, Thomas Hirsch hat endlich den Mega Airport München released. München war als zweitgrößter Flughafen Deutschlands seit den Zeiten von GAP1 nicht mehr umgesetzt worden. Auch im FSX musste man bis heute auf eine angemessene Umsetzung verzichten. So war die Erwartung von mir groß, als ich von der Redaktion gefragt wurde, diese Scenery unter die Lupe zu nehmen.

Dieser Artikel erschien in der März-Ausgabe 2011.

Der Flughafen Franz Josef Strauß liegt 28 Kilometer von der Münchener Innenstadt entfernt, mit welcher er per S-Bahn verbunden ist. Er wurde 1992 offiziell eröffnet, nachdem der alte Flughafen München – Riem zu klein wurde.

Die Scenery ist zum Preis von 25,95 Euro im Aerosoft-Store zu erwerben.  Die Scenery wird dann mit dem von Aerosoft gewohnten Installer schnell und umstandslos installiert.

Danach findet sich auf der Platte ein Handbuch in Form eines PDF-Files wieder, welcher wichtige Informationen zur Scenery sowie Charts beinhaltet.

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Ich schwinge mich in die Standard – Cessna und drehe eine Platzrunde, um das große Areal zu erkunden. Die Scenery wurde mit einem sehr hochaufgelösten Fotountergrund ausgestattet, welchen ich in dieser Form noch nie gesehen habe. Der Boden ist gestochen scharf, stimmig und farbgetreu, wie ich ihn von meinen zahlreichen Besuchen in Erinnerung habe. Zusätzlich ist für das Gebiet um den Flughafen eine Lanclass enthalten, die dafür sorgt,  dass die Umgebung sich gut an den Flughafen anpasst und zum Beispiel die Straßen nicht an der Grenze der Fotoscenery aufhören, sondern noch ein ganzes Stück als Default Straße fortgesetzt werden. Schon aus der Luft kann man sich vorstellen, wie weit sich das Flughafengelände ausdehnt, auf dem sich immerhin zwei A380-taugliche Bahnen befinden. Ich sinke und setze zur Landung an, wobei mir sofort die 3D Anflugbefeuerung auffällt, welche perfekt in den Boden eingearbeitet wurde. Besonders ist hierbei zu erwähnen, dass man auf der Runway und auf dem Vorfeld die Leuchten nicht nur als Leuchtkegel, sondern auch als Textur vorfindet. Als ich auf den Taxiway eindrehe und Richtung Vorfeld rolle, befinde ich mich plötzlich auf einer der Brücken über die Autobahn. Anders, als in der alten GAP1-Version werden diese vom AES Lite-Autoverkehr unterquert. Sogar die AI-Flugzeuge rollen ordnungsgemäß über die Brücke und sacken nicht durch, wie es bei Leipzig der Fall war. Sehr gut gefällt mir aber der AES Lite Traffic von Oliver Pabst, denn der Flughafen ist belebt wie ich es bei keinem anderen bis jetzt je gesehen habe. Überall tummeln sich Unmengen an Fahrzeugen aller Art, von A wie Autobus bis Z wie Züge ist allesmögliche vertreten. Die Feuerwehr fährt über das Vorfeld und die Taxiways und benutzt dabei sogar eigene Brücken über die Autobahn. Ähnlich wie in Frankfurt stoppen auch die Autos und überlassen der eigenen Maschine die Vorfahrt. Wie in Leipzig wurde auch der gesamte Zugverkehr unglaublich realistisch animiert. Die Züge halten einmal an einer Haltestelle am Besucherpark, um dann kurz darauf in den Tunnel in Richtung des unterirdischen Bahnhofs des Flughafens zu entschwinden. Ich rolle weiter, entlang den Hangars, in denen sich durch das Afcad-File zugewiesene Parkpositionen befinden, sodass sogar einige AI-Flugzeuge in den Hangars parken, ein sehr schönes Feature. Kurz darauf komme ich am Cargobereich des Flughafens vorbei, welcher nicht minder schön gestaltet ist, als die Passagierterminals. Überall stehen statische Objekte wie Kisten, Fracht und Container herum. Die Landseite des Cargo Terminals wird durch viele Lastwagen verschiedener realer Firmen bevölkert, darunter DPD und DHL. So kommen auch die Cargoflieger unter uns nicht zu kurz.

Am Terminal 1 angekommen, werde ich von einer Parkeinweiser Tafel gelotst, um genau auf der Linie zum halten zu kommen. Sofort fallen mir auch hier die sehr detaillierten statischen Objekte auf, die auf dem ganzen Vorfeld und den Parkpositionen verteilt sind. An meinem Gate stehen sogar schon Kofferwagen, die nur darauf warten, beladen zu werden.

Die Terminals sind trotz ihrer schieren Größe mehr als perfekt umgesetzt. Die Texturen sitzen überall gestochen scharf und sauber platziert. Es ist jedes Detail auf den Texturen vorhanden, seien es eine Liefertür am Terminal 1 oder die verschiedenfarbigen „M“- Logos auf den Flugastbrücken am Terminal 2. Auch die Farbgebung ist stimmig und passend, so kommt das charakteristische grau-blau am Terminal 1 sehr gut zur Geltung. Die Modellierung der Terminals ist auch erste Sahne, die Proportionen stimmen genau und vermitteln die Wuchtigkeit und Größe der Terminals sehr gut. Auch ist jedes Teil vorhanden, so gibt es Vordächer über den Türen und Absperrgeländer, die alle in 3D vorhanden sind. Auch an der Landseite der Terminals wird nichts an Detailreichtum eingebüßt, die Vordächer von Terminal 1 sind genauso wie viele parkende und fahrende Autos vorhanden. Das Parkhaus ist da und auch das bekannte Kempinski Hotel ist vorhanden. Selbst das Munich Airport Centre ist umgesetzt, was durch sein rautenförmiges Dach über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist und neben dem Biergarten der flughafeneigenen Brauerei auch zahlreiche Geschäfte beherbergt.

Langsam legt sich die Nacht über den Flughafen und dabei büßt er kein bisschen an Magie ein. Die Nachtbeleuchtung ist unglaublich realistisch. Das Vorfeld ist sehr gedämpft beleuchtet, nur an den Gates werfen die Scheinwerfer einen Lichtkegel auf die Maschinen, was durchaus der Realität entspricht. Die Terminals sind genauso beleuchtet wie ich es in Erinnerung habe, hell aber nicht zu hell, um den Rest zu überstrahlen. Die vielen Autos, die sich auf dem Vorfeld und den Straßen tummeln, tragen auch einen großen Teil zu dieser tollen Nachtatmosphäre bei, denn ihre Scheinwerfer sind alle vorhanden und werfen einen kleinen Lichtkegel vor und hinter sich. Auch die Fahrgastinnenräume sind dezent beleuchtet. Während die Straßen und Straßenschilder eher gedämpft beleuchtet sind, erhellen Scheinwerfer unter den Brücken die Straße unter sich in ein grelles weiß.

Die Beleuchtung der Start- und Landebahn ist genauso detailreich wie die Umgebung und setzt sich auch gut von dieser ab, wobei sie auch nicht so grell wie bei anderen Flughäfen gestaltet ist.

Die Frames lagen bei meinem PC der guten Mittelklasse durchgehend bei den verlockenden 30 Frames trotz 100% AI Traffic und höchsten Einstellungen. Zum Vergleich: Ich bekomme beim MAP Frankfurt bei diesen Einstellungen gerade einmal 18-20 FPS.

Fazit: Mega Airport München X ist meiner Meinung nach das beste Flughafen Add-on, welches es bisher für Deutschland gibt. Es vereint alle guten Eigenschaften und Features aus den vorhergegangenen German Airports-Serien in einem Flughafen der Extraklasse. Er bietet Langstrecken-, Kurzstrecken- und Cargo-Fliegern eine perfekte Basis.  Dazu ist die Performance für einen Flughafen dieser Größe unglaublich gut. Ich habe vor längerer Zeit einmal im FXP-Forum auf die Frage „wieso nie eine Wertung von 10 sondern immer nur 9 Punkte vergeben werde“ geantwortet, dass ich noch nie ein Add-on reviewen konnte, welches vollständig perfekt ist und meine Erwartungen um Längen übertroffen hat. Dies ist aber bei MAP München X der Fall, weshalb ich MAP München X mit der Höchstwertung von 10/10 Punkten und dem FlightXpress Gold Award auszeichne!

Julian Kirchhoff

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Pro und Contra
Pro: +Unglaubliches Detailreichtum

+Perfekte Texturierung

+Tolle Nachtbeleuchtung

+AES Lite Traffic

+Viele FPS

Contra: -Nichts
Entwickler: Thomas Hirsch
Vertrieb: Aerosoft
Website: www.Aersoft.de
Kompatibilität: FS9/FSX
Download: Ja
Preis: 25,95 €

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